| Jahreshauptversammlung von
Investas
Aufbruchsignale in der Wirtschaft
fehlen
aho - Aus Sicht der Luxemburger Kleinaktionäre
war die Erholung an den internationalen Börsen seit März
2003 nach einem deprimierenden Jahr 2002 zwar erfreulich, dennoch
hätten die Kurssteigerungen lediglich eine Wende angedeutet.
Aufbruchsignale für das wirtschaftliche Gesamtumfeld lassen
nämlich noch auf sich warten, sagte Präsident Jean-Paul
Hoffmann auf der Jahreshauptversammlung von Investas - der Vereinigung
der Luxemburger Kleinaktionäre.
Enttäuschend sei nach wie vor
das Niveau der Luxemburger Aktien. Das Papier von SES Global liege
ebenso wie die Aktien von Le Foyer und Utopia noch immer weit entfernt
vom Emissionspreis. Die Drittnotierung an der Pariser Börse
habe die Satellitenaktie bisher noch nicht aus ihrer Lethargie wecken
können. Einzige „Erfolgsstory" der Werte, die in
den letzten Jahren den Gang an die Luxemburger Börse machten,
sei Banque Degroof, hieß es weiter.
Als Verdienst schreibt sich Investas auf die Fahnen, in Luxemburg
die Diskussion über einen gesetzlich verankerten Schutz der
Rechte von Minderheitsaktionären intensiviert zu haben. Jetzt
wird auf die Ausarbeitung eines entsprechenden Gesetzes gewartet,
hieß es auf der Versammlung.
Nach wie vor nicht; geschlagen gibt sich die Vereinigung im Rechtsstreit
mit Bertelsmann. Gegen das am 30. März gefällte Urteil
wird man Berufung einlegen (siehe LW vom 23. April).
Im Anschluss an die Versammlung referierte Henri Reiter, Direktor
von Fund-Market, darüber, ob Investmentfonds die Interessen
von Kleinaktionären befriedigen können.
Luxemburger Wort, 13 mai, 2004 |